Laura Rivas Gagliardi

Literaturwissenschaftlerin, Romanistin

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Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Portugiesisch-Brasilianischen Institut der Universität zu Köln.

Nach dem Studium der Portugiesischen und Französischen Philologie an der Universität von São Paulo (2007) und dem Master in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin (2013) wurde ich dort 2019 – als Stipendiatin der Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies – promoviert. Als Postdoktorandin forschte ich am Institute of Latin American Studies in London sowie am Departamento de Letras Modernas der Universität von São Paulo, bevor ich 2021 nach Köln wechselte, wo ich bis 2024 ein DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur kritischen Methode von Mário de Andrade, Antonio Candido und Roberto Schwarz leitete.

Meine gegenwärtige Forschung verfolgt zwei Linien: Im Rahmen meiner Habilitation untersuche ich, ausgehend von der kritischen Analyse Antonio Candidos und Roberto Schwarz’, wie und warum weibliche Figuren im französischen Roman des 19. Jahrhunderts sowie in dessen spanischer und brasilianischer Aneignung zu Kristallisationspunkten literarischer Gesellschaftskritik werden. Im Zentrum steht dabei die formale Struktur der Romane als Ausdruck der Spannung zwischen dem französischen Modell und den jeweiligen gesellschaftlichen Realitäten, in die es übertragen wird. Parallel dazu widme ich mich Leben und Werk des Literaturwissenschaftlers Anatol Rosenfeld, dessen im Exil radikal verändertes Denken ich aus komparatistischer Perspektive neu zu lesen versuche.

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